Kreativität ist mehr, als nur bunte Zettelchen verteilen!

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Kreativität? Firlefanz!

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Kreativität? Ist doch alles Firlefanz! Im Gegenteil, meint Psychologin Sandra Ohly und erklärt in fünf Thesen, warum große wie kleine Unternehmer Kreativität brauchen, um im Wettbewerb zu bestehen.

These 1: Sie suchen nach kreativen Mitarbeitern? Sie haben längst kreative Mitarbeiter!

Niemand möchte seine Mitarbeiter überfordern. Aber wer sie an der kurzen Leine führt und ständig kontrolliert, gängelt sie zugleich. Je rigider Arbeitsschritte und je enger Lösungswege vorgegeben werden, desto leichter ersticken Kreativität und Eigeninitiative. Es braucht Freiräume, damit sich Kreativität entfalten kann. Sie werden sich wundern (und freuen), auf welche Ideen und Vorschläge Ihre Mitarbeiter kommen!

These 2: Freude ist die schönste Belohnung!

Ich habe viel zum Betrieblichen Vorschlagwesen geforscht und kenne das häufigste Vorurteil: „Mitarbeiter sind vor allem scharf auf die Prämien.“ Das ist nicht richtig. Der wichtigste Grund ist: Freude. Vor allem die Freude, durch den umgesetzten Vorschlag etwas Gutes erreicht zu haben. Und Freude darüber, wenn die eigene Arbeit dadurch einfacher und besser geworden ist.

Sandra Ohly leitet das Fachgebiet Wirtschaftspsychologie an der Universität Kassel
© Privat

Sandra Ohly leitet das Fachgebiet Wirtschaftspsychologie an der Universität Kassel

These 3: 1000 kleine Schritte = 1 großer Schritt!

Durch die Brille von Betriebswirten gesehen sorgt Kreativität von Mitarbeitern für optimierte Prozesse, weniger Schwund und idealerweise für neue Marktoptionen. Es wäre allerdings verkehrt, auf die eine revolutionäre Idee zu warten, die ihr Geschäft nach vorn katapultiert. Die 1000 kleinen Schritte, die stufenweise umgesetzten Ideen, bringen das Unternehmen ebenso weit voran.

These 4: Wer zuhört, muss auch handeln!

Zu einem Austausch gehört Feedback, und zwar bald und begründet. Wer einen Vorschlag macht, braucht das Gefühl, dass sich jemand inhaltlich damit auseinander setzt. Selbst ein begründetes „Nein“ ist okay, denn nicht jede Idee ist sinnvoll, nicht jeder Vorschlag zielführend. Entscheidend ist der Zeitfaktor. Sobald sich der Eindruck „Da passiert sowieso nichts“ oder „Keiner kümmert sich“ in den Köpfen festsetzt, kommen keine neuen Vorschläge.

These 5: Scheitern ist durchaus eine Option!

Trial and error, also Versuch und Irrtum, gehört bei Kreativität nunmal dazu. Nicht alles klappt – zumindest nicht auf Anhieb. Aber der Impuls war ja wohl richtig, sonst hätte man es nicht versucht. Wenn etwas schiefgeht, sollte man sich zusammensetzen und schauen: Was war gut, was hat warum nicht funktioniert? Und idealerweise den Lerneffekt nutzen, um das Problem nochmal anzugehen – mit mehr Wissen, und mit mehr Erfolg.

Was meinen Sie dazu?

Kreativität ist toll – aber nicht bei uns!

Sie fragen sich, wie Sie in Ihrem Betrieb mit dem Thema Kreativität umgehen sollen? Und was das konkret bringen soll? Kommentieren Sie (Sprechblasensymbol) und unsere Expertin Sandra Ohly wird zeitnah auf Ihre Fragen reagieren!

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Kommentare

Dieser Artikel ist viel zu rudimentär und kurz,, um wirklch etwas Interessantes zum Thema Kreativität beizutragen. Ich befasse mich seit 25 Jahren mit dem Thema "Kreativität & Professionelle Intuition im Business" und da gäbe es viel mehr, Besseres und Schlaueres zu sagen!

In meinen Augen sind alle fünf Thesen richtig, auch wenn man natürlich noch einiges anfügen kann. Aus der Erfahrung heraus, die wir in unserem Unternehmen machen, möchte ich ergänzen, dass es nicht nur Mut erfordert, den Mitarbeitern Freiraum für Kreativität zu schaffen, sondern auch ein neues Führungsverständnis. Wie es in der 1. These bereits anklingt, müssen Vorgaben und Mikromanagement abgeschafft werden, sonst kann sich nichts entfalten. Der/die Vorgesetzte muss den Mitarbeitern diesen Freiraum schaffen und ihn ermuntern, diesen zu nutzen. Das führt dann übrigens auch zu wesentlich mehr Kundennähe, weil sich die Mitarbeiter nicht mehr mit sich selbst und den Unternehmensregeln befassen, sondern wieder mehr mit den Kunden. Wir machen damit jedenfalls bei Franz & Wach Personalservice sehr gute Erfahrungen. Nicht nur in Hinsicht auf optimierte Prozesse und motivierte Mitarbeiter, sondern auch in Hinsicht auf zufriedenere Kunden.

Der Beitrag bringt das Wesentliche auf den Punkt. Der zentrale "Hemmschuh" einer Umsetzung sind jedoch in vielen Fällen die Führungsverantwortlichen, die ihre Position aufgrund der aus ihrer Sicht unkalkulierbaren Resultate gefährdet sehen.

Mir gefällt der Artikel sehr gut, denn er regt zum Nachdenken an. Genau das ist meines Erachtens Sinn der Sache. Es gehören immer zwei Seiten dazu, die Mitarbeiter, die gerne etwas mit entwickeln möchten und die Führungskräfte, die es zulassen können.

Ein schöner Denkanstoß für die letzten Monate des Jahres!

Freude ist die schönste Belohnung? Ich bin erstaunt. Alles unterliegt dem monetären Erfolg des Unternehmens/Unternehmers. Optimierung von Prozessabläufen, Kosten, Ertrag, Wertschöpfung sind der Euphismus für mehr Ausbeutung. Die Resource Mensch soll bis zum Anschlag gedreht werden und dazu soll perfidier Weise die Kreativität der Resource genutzt werden, damit sich diese von selbst optimiert und als Dank gewährt man ihr abseits von Shareholder-Value weiche Werte Freude. Ich muss lachen. Die selbe Krativität lassen sich Unternehmensberater teuer bezahlen, empfinden dabei ber auch Freude.

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Jochen Brenner