Manche gehen in ihrer Arbeit auf, die anderen unter: Machen Sie den Burn-out-Selbsttest

Selbst­test

Nur Stress oder schon Burn-out?

Services der Bundesagentur für Arbeit
Mein Faktor A

Die Hälfte der Führungskräfte in Deutschland hat Angst davor, ein Burn-out-Syndrom zu erleiden. Woran aber erkenne ich, dass die Arbeitsbelastung langsam zu hoch und der Stress zur Krankheit wird?

„Ab heute, mache ich mir keinen Stress mehr!“ Vom einen auf den anderen Moment gelassener mit den Aufgaben und Sorgen im Arbeitsalltag umzugehen, gelingt nur selten einer Führungskraft. Weil Zeiten mit starker Belastung meistens zum Jobprofil gehören, ist der richtige Umgang mit Stress für Menschen in leitenden Positionen eine überlebenswichtige Fähigkeit. Gerade Führungskräfte, die als Puffer zwischen ihren Mitarbeitern und der übergeordneten Ebene fungieren, klagen häufig über zuviel Druck.

In einer Studie hat die Baumann Unternehmensberatung 300 Führungskräfte befragt. Etwa die Hälfte von ihnen hat Angst davor, dass irgendwann im Berufsleben der Burn-out droht. Etwa ein Fünftel kennt das Ausgebranntsein bereits aus eigener Erfahrung. Frauen erwischt das Syndrom fast doppelt so oft wie Männer.

Wo aber ist die Grenze zwischen intensiven Arbeitsphasen und einer zu hohen Belastung? Bin ich nur gestresst oder schon ausgebrannt? Die Initiative Neue Qualität der Arbeit hat einen Test erstellt, der bei der Selbsteinschätzung helfen soll. Er richtet sich insbesondere an Führungskräfte, bietet aber für alle Arbeitnehmer eine Orientierung, wenn es um das eigene Stresslevel geht.

Burn-out-Test

Wie belastet sind Sie?

Beantworten Sie zwölf Fragen rund um Stressbewältigung und erhalten Sie Anhaltspunkte, ob Sie nur ein wenig überarbeitet sind oder bereits Anzeichen einer chronischen Erschöpfung vorliegen.

12 Fragen
  • Einschlafen ist für mich kein Problem. Aber oft wache ich mitten in der Nacht auf und grübele.

  • Für Freizeit, Hobbys und Familie habe ich wesentlich weniger Kraft als früher. Meist nehme ich mir dafür auch keine Zeit, die habe ich einfach nicht.

  • Den persönlichen Kontakt mit meinen Mitarbeitern vermeide ich häufig, weil mir das zu viel Zeit raubt/mich zu sehr anstrengt.

  • Ich habe mehr körperliche Beschwerden als früher, z.B. Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme oder Verspannungen. Körperliche Ursachen findet mein Arzt nicht.

  • Mir fällt es relativ schwer, nach der Arbeit abzuschalten. Oft gelingt es gar nicht.

  • Ich trinke – ehrlich gesagt – mehr Alkohol, als mir gut tut.

  • Ein Wochenende reicht für mich zur Erholung kaum aus.

  • Konzentriertes Arbeiten fällt mir neuerdings schwer. Ankommende E-Mails oder Störungen lenken mich leicht ab und ich komme schwer wieder rein.

  • Wenn im Job etwas nicht so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe, reagiere ich öfter resigniert.

  • Zeitdruck, Verantwortung, Anfragen – oft fühle ich mich wie der berühmte „Hamster im Rad“, der immer rennt, aber nie ankommt.

  • Ehrlich gesagt, habe ich einen inneren Widerstand gegen meine Arbeit, den ich jeden Tag neu überwinde. Im Alltag funktioniere ich dann aber wieder gut.

  • Meine Stimmung schwankt: Manchmal erkenne ich mich selbst nicht wieder, zum Beispiel wenn ich sehr gereizt reagiere.

  • Ihr Ergebnis

    Alles im grünen Bereich

    Sie haben Ihren Arbeitsalltag im Griff und verstehen es, arbeitsintensive und entspannende Phasen abzuwechseln. Weiter so! Wenn Sie wissen wollen, wie Sie burn-out-gefährdete Kollegen erkennen, lesen Sie in unserem Burn-out-FAQ nach.

    Ihr Ergebnis

    Erste Erschöpfungsanzeichen

    Bei Ihnen liegen vermutlich Ansätze einer Überlastung und Erschöpfung durch Dauerstress vor. Ihre Psyche reagiert gereizt und abwehrend. Ihr Körper sendet Signale, die sagen: Das ist mir zu viel. Nehmen Sie sich öfter bewusst Zeit für eine Pause und entspannen Sie. Übersichtliche Infos zur Entstehung von Burn-out haben wir im Burn-out-FAQ zusammengefasst.

    Ihr Ergebnis

    Packen Sie das Thema an

    Sie spüren vermutlich selbst, dass Ihnen der Stress über den Kopf wächst und Ihnen Tatkraft, Engagement und Wohlbefinden raubt. Aber noch ist es nicht zu spät: Nutzen Sie eventuelle Gesundheitsmaßnahmen im Betrieb. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit bietet ein Schwerpunktprogramm zu Psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz. Dort erhalten Sie lebensnahe und hilfreiche Tipps, wie Sie Ihr Stresslevel drastisch senken können. Infos zum Umgang mit Stress haben wir im Burn-out-FAQ zusammengefasst.

    Ihr Ergebnis

    Ihre Gesundheit ist in Gefahr

    Sie sind wahrscheinlich schon seit mehreren Jahren beansprucht. Ihre Gesundheit ist ernsthaft in Gefahr! Es ist typisch für starke und leistungsorientierte Personen, dass sie ihre Arbeitskraft extrem lange erhalten und ihren Job gut ausfüllen können, auch wenn Psyche und Körper längst Alarm schlagen. Übernehmen Sie Verantwortung für sich und wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, einen geeigneten Ansprechpartner im Unternehmen oder die Initiative PsyGA. Finden Sie so heraus, welche Rolle Stress für Ihre Beschwerden spielt und wie Sie der Dauerbelastung entgegenwirken können, bevor Sie ernsthaft erkranken, etwa an einem Burnout. Zusätzliche Infos hält unser Burn-out-FAQ bereit.

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Kommentare

Die Fragen kann man leider nicht bis zum Ende lesen.

Liebe Frau Kraas,
wir haben den Test von technischer Seite überprüft, er funktioniert einwandfrei. Sollten Sie dennoch Schwierigkeiten haben, die Fragen zu sehen, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an onlineredaktion(at)faktor-a.info und wir schauen uns das Problem genauer an. Ihre Redaktion Faktor A

Sehr geehrte Damen und Herren,
mir geht es genau so, wie Frau Kraas - die einzelnen, zur Antwort stehenden Möglichkeiten, enden mitten im Satz bzw. im Wort und man kann den genauen Wortlaut, wie es weitergeht, nicht erkennen, die dann gegeben Antworten sind demzufolge zumindest in Teilen geraten und machen das Resultat unnötig schwammig!?
mfg
Martin Rodenburg

Ich kann die beiden Kollegen hier nur bestätigen. Gerne würde ich den Test mal durchführen, aber wenn ich die Frage nicht ganz lesen kann, macht das wenig Sinn. E
Grüße Christine Sahm

Liebe Faktor-A-NutzerInnen, wir haben den Burn-out-Test technisch noch einmal angepasst. Sie sollten ihn nun auf allen Geräten einwandfrei nutzen können. Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen, Ihre Redaktion Faktor A

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