Kurzarbeit

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So beantragen Sie Kurzarbeitergeld

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Kurzarbeitergeld ist für viele Unternehmen ein Rettungsanker. Antje Teufel, Bereichsleiterin Operativer Service bei der Bundesagentur für Arbeit, erklärt in der Sonderfolge unseres Podcasts, wann Kurzarbeitergeld Sinn macht, worauf Unternehmen achten müssen und wie und wo man es am schnellsten beantragen kann.

Das Coronavirus hat die Wirtschaft lahmgelegt. Deswegen ist Kurzarbeitergeld für viele Unternehmen jetzt essenziell, um weiterbestehen zu können und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen halten zu können. Antje Teufel aus der Regionaldirektion in Baden-Württemberg erklärt in diesem Podcast ausführlich, unter welchen Voraussetzungen es gezahlt wird.

Welche Voraussetzungen muss mein Unternehmen erfüllen?

Die vielleicht wichtigste ist: Es muss ein tatsächlicher Arbeitsausfall stattfinden. Es reicht nicht aus, wenn ein Unternehmen alle seine Mitarbeiter ins Homeoffice schickt. Für mindestens 10 Prozent der Beschäftigten müssen mindestens 10 Prozent der Arbeit und damit auch des Lohnes wegfallen. Außerdem wichtig: Der Arbeitsausfall muss unvermeidbar sein. Das bedeutet, dass das Unternehmen alles getan haben muss, um ihn zu vermeiden. Sprich dass beispielsweise erst mal das Lager aufgeräumt wird, Urlaubstage genommen werden oder Zeitguthabenstunden abgebaut werden. Und: Es muss erkennbar sein, dass der Arbeitsausfall vorübergehend ist. Weil etwa Lieferketten abreißen, Materialien nicht geliefert werden können oder das Gesundheitsamt Betriebsanlagen schließt.

Welche Fristen müssen dabei eingehalten werden?

Die Kurzarbeit muss noch im ersten Monat angezeigt werden, erklärt die Bereichsleiterin.
„Für den April muss die Kurzarbeit bis zum 30. April angezeigt werden“, sagt Antje Teufel.
Im Rahmen des Verfahrens wird das Kurzarbeitergeld von dem Unternehmen ausgezahlt. Der Betrieb hat dann drei Monate Zeit, um die Erstattung zu beantragen. Denn Kurzarbeitergeld ist eine Erstattungsleistung der Agentur für Arbeit. Auch Sozialversicherungsbeiträge werden zurückgezahlt.

Was ist jetzt wichtig?

Besonders zu beachten ist im April und auch im Mai, dass Arbeitgeber bei Feiertagen, und übrigens auch bei Urlauben, das volle Entgelt bezahlen müssen. „Wenn in einem Unternehmen gar nicht mehr gearbeitet wird, fällt das natürlich umso mehr ins Gewicht“, gibt Antje Teufel zu bedenken.

Post oder online: Was ist der beste Weg, um die Anzeige und die Abrechnungsunterlagen einzureichen?

„Wir präferieren derzeit, dass die Unterlagen online eingereicht werden“, sagt Antje Teufel, „weil wir so innerhalb der Agentur Wege verkürzen können.“

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Sebastian Keil
Titelfoto: ©iStock/ClarkandCompany

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