Zehn Arten, Mitarbeitern Danke zu sagen

Employee Appreciation Day

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Am ersten Freitag im März ist Employee Appreciation Day. Er erinnert daran, dass Dankbarkeit und Wertschätzung in allen Bereichen wichtig sind – nicht zuletzt für ein motiviertes Arbeitsumfeld. Aber wie können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Wertschätzung gegenüber ihren Mitarbeitenden am besten ausdrücken? Wir haben zehn Tipps gesammelt.

In einer von der pronova BKK in Auftrag gegebenen Studie gaben 81 Prozent der befragten Angestellten an, dass wertschätzendes Verhalten der Vorgesetzten zentral für ihre Zufriedenheit im Job sei. Das Gehalt wird mit 84 Prozent nur unwesentlich häufiger genannt. Das zeigt: Damit Mitarbeitende langfristig zufrieden und motiviert zur Arbeit kommen, zählt mehr als nur der Gehaltsscheck. Und bei den Kündigungsgründen liegt mangelnde Wertschätzung sogar auf dem ersten Platz, wie eine Studie der Compensation Partner herausfand.

Der Employee Appreciation Day, der seit 1995 immer am ersten Freitag im März gefeiert wird, bietet einen Anlass, die Kommunikation mit den Mitarbeitenden zu hinterfragen – und den Startschuss für eine nachhaltig wertschätzendere Führung zu geben, von der das gesamte Unternehmen profitiert. Am Employee Appreciation Day gibt es einige Traditionen, die sich in vielen Unternehmen etabliert haben. Wir stellen fünf davon vor – und geben im Anschluss fünf Anreize, wie Sie ein wertschätzendes Arbeitsklima langfristig erhalten können.

1. Lassen Sie Ihre Mitarbeitenden ans Ruder

Chefin oder Chef für einen Tag? Einige Ihrer Mitarbeitenden werden davon sicher schon mal geträumt haben. Lassen Sie sie einfach mal machen! So übernehmen sie mehr Verantwortung und können auch Ihre Entscheidungen besser nachvollziehen. Und wer weiß: Vielleicht kommen sie auf neue Lösungen, von denen das gesamte Unternehmen profitiert.

2. Binden Sie Ihre Mitarbeitenden auf Social Media ein

Wertschätzung hängt mit Sichtbarkeit zusammen. Auf Ihren Social-Media-Kanälen können Sie Fotos posten, die Ihre Mitarbeitenden zeigen – beispielsweise bei einer gemeinsamen Feier (bitte vorher Einverständnis einholen). So stehen Ihre Angestellten im Mittelpunkt. Die Firma Siemens hat im vergangenen Jahr per Video eindrucksvoll bewiesen, welche Wirkung eine kleine Geste an die Mitarbeitenden auslösen kann.

3. Laden Sie Ihre Angestellten zum Essen ein

Ob ein gemeinsames Frühstück, ein ausgiebiger Lunch oder Snacks für alle: Mit einem Essen zeigen Sie, dass Ihnen Ihre Angestellten wichtig sind. Außerdem sitzen Sie so zusammen, können sich austauschen – und vielleicht auch neue Seiten voneinander kennenlernen. Das Ganze kann auch digital stattfinden: Viele Lieferdienste bieten Gutscheine an, mit denen Ihre Mitarbeitenden im Restaurant ihrer Wahl Essen ins Homeoffice bestellen können.

4. Veranstalten Sie eine Feier

Noch besser für den Zusammenhalt sind Freizeitaktivitäten. Die Geschäftsführung oder die Personalabteilung HR können Getränke und Snacks organisieren und alle Mitarbeitenden zu einer Feier einladen. Das ist in Zeiten der Coronapandemie in Präsenz schwierig, aber viele Unternehmen packen Pakete mit einigen Goodies für die Mitarbeitenden. Kleine Spiele, die sich auch per Videokonferenz spielen lassen, sorgen für Spaß – und Kolleginnen und Kollegen lernen sich in ganz neuen Rollen kennen.

5. Frühes Wochenende für alle

Dieser Tipp lässt sich besonders gut mit den ersten beiden verknüpfen: warum nicht einfach die Mitarbeitenden nach einer ausgiebigen gemeinsamen Mittagspause in das Wochenende entlassen? Einige Betriebe haben das frühe Wochenende bereits dauerhaft übernommen. So werden Mitarbeitende für ihren Einsatz direkt belohnt.

Wertschätzung ist ein laufender Prozess

Diese fünf Tipps sind gute Ideen, um den Employee Appreciation Day zu einem besonderen Tag zu machen. Aber der Tag ist nur eine Erinnerung daran, wie wichtig Dankbarkeit gegenüber den Mitarbeitenden ist. Wertschätzung muss laufend passieren. Daher haben wir fünf Tipps zusammengestellt, wie Sie nachhaltig eine größere Wertschätzung etablieren. Wenn Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dauerhaft die Gewissheit haben, dass ihre individuelle Arbeitsleistung nicht nur anerkannt wird, sondern auch wichtig für den Erfolg des gesamten Unternehmens ist, identifizieren sie sich stärker mit dem Arbeitgeber – und tragen diese Haltung nach außen!

1. Veranstalten Sie regelmäßig Events

Weihnachtsfeier – und sonst? Mit regelmäßigen Events nach der Arbeit können Sie zeigen, was Ihnen Ihre Mitarbeitenden bedeuten. Das können anlassbezogene Veranstaltungen wie ein Oktoberfest oder Karneval sein, aber auch Spieleabende oder Karaoke. Wichtig ist: Setzen Sie ein Thema, das nichts mit der Arbeit zu tun hat!

2. Happy Birthday!

Der Geburtstag ist ein individueller Feiertag im Leben Ihrer Mitarbeitenden – feiern Sie mit Ihnen! Eine nette Aufmerksamkeit oder ein halber freier Tag belohnen für ein Jahr motivierter Arbeit.

3. Sprechen Sie mit allen Angestellten

Wenn Ihr Betrieb klein ist, kennen Sie womöglich alle Mitarbeitenden – aber sobald die Zahl der Angestellten wächst, wissen die Vorgesetzten oft gar nicht, wer für sie arbeitet. Ändern Sie das! Ihre Mitarbeitenden werden zu schätzen wissen, wenn Sie sich für ihre Arbeit interessieren und verstehen wollen, was sie eigentlich den ganzen Tag so machen. Lassen Sie sich erklären, wie welche Aufgaben gelöst werden, und geben Sie regelmäßig überlegtes, konstruktives Feedback.

4. Zeigen Sie Interesse an den Menschen

Im Büro arbeitet Kollege Müller genau und pünktlich, aber wie sieht es eigentlich privat aus? Vielleicht hilft ihm ein regelmäßiges informelles Gespräch über die Arbeitsbelastung und seine Wahrnehmung – auch wenn er nach außen nicht den Anschein macht. Und Mitarbeiterin Schmitt sammelt laufend Überstunden, nimmt sich aber nicht die Freiheit, sie abzubauen? Dann gehen Sie auf sie zu und legen ihr ein langes Wochenende nahe. Damit erkennen Sie nicht nur ihren hohen Einsatz als nicht selbstverständlich an, sondern tun auch noch etwas für ihre psychische Gesundheit.

5. Nehmen Sie Erfolg nicht für selbstverständlich

Das ist vielleicht der Kardinalfehler: Erfolg und Wachstum sind normal, Maßnahmen werden erst ergriffen, wenn die Kurve mal nach unten zeigt. Dabei ist Lob motivierender als Kritik, das beweisen zahlreiche Studien. Und während Sie sich in Feedbackrunden und Mitarbeitergesprächen wirklich Zeit für eine tiefe Auseinandersetzung nehmen, sind anerkennende Worte am Ende einer Woche kein großer Aufwand.

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Per Horstmann
Titelfoto: © iStock/Alen-D

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