Spieloberfläche der Arbeitsagentur-App „Amtliche Helden“.

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Wie kommen Arbeitssuchende wieder in Lohn und Brot? Darum geht es in der von der Bundesagentur für Arbeit entwickelten Smartphone-App „Amtliche Helden“. Sie zeigt spielerisch, welchen Herausforderungen eine Agentur täglich gegenübersteht und soll so die Rekrutierung von Nachwuchskräften unterstützen.

November 2018: die Arbeitslosenrate in Deutschland ist auf ein historisches Tief von 4,8 Prozent gesunken. In ganz Deutschland? Nein! Im fiktiven Ort „Posemuckel“ herrscht Krisenstimmung: Über 60 Prozent der Einwohner sind ohne Job. Die Bundesagentur für Arbeit braucht dort unbedingt einen schlauen Kopf, der das lieber gestern als heute ändern soll: eine Führungskraft, die es schafft, den Menschen dort wieder zu einem geregelten Einkommen zu verhelfen.

Das ist das zugespitzte Spielszenario der App „Amtliche Helden“: Der Gamer ist in der Rolle des Leiters einer Agentur für Arbeit, er sieht nun alles aus dessen Blickwinkel. Zuerst verschafft er sich einen Überblick über die Verhältnisse in „Posemuckel“. Er geht durch verwaiste Büros und gähnend leere Wartezimmer. Für ihn ist klar: es besteht Handlungsbedarf.

Nach und nach wird dem Spieler auf diese Weise der Alltag in der Arbeitsagentur nähergebracht. „Wir stehen seit vielen Jahren vor der Herausforderung, dass wichtige Bewerbergruppen keine Vorstellungen von den Tätigkeiten bei der Bundesagentur für Arbeit haben“, sagt Dirk Mertins, Referent Personalmarketing/Rekrutierung in der Zentrale der BA. „Es gibt immer noch das Klischee vom verwaltenden Job mit wenig Kundenkontakt – mit diesen Vorurteilen wollen wir aufräumen.“ Gerade für die Gewinnung von Nachwuchskräften, also dem Einstieg in die BA mit Ausbildung oder dualem Studium, wird hiermit ein spielerischer Zugang zum Innenleben der Bundesagentur bereitgestellt.

Amtliche Helden – Der offizielle Trailer zum Spiel

Vom „Startkapital“ bezahlt der Spieler erst einmal einen Rezeptionisten, der die zaghaft eintreffenden Kunden in Empfang nimmt. Als nächstes sucht er einen Arbeitsvermittler und entscheidet – wie im echten Leben – zwischen Quereinsteiger, ausgebildeter Arbeitskraft und Hochschulabgänger. Je höher die Ausbildungsgrad, desto tiefer muss der Geschäftsführer in das digitale Säckel greifen. Gutes Personal kostet.

Die Arbeit ist nicht leicht. Auch das ist ein schöner Aha-Effekt: der Gamer erkennt, welcher Druck auf dem Leiter einer Arbeitsagentur lastet. Der muss nämlich in Windeseile Anweisungen geben, dafür sorgt ein kleiner Countdown über den Köpfen der Avatare. Ist die Zeit abgelaufen, ohne dass eine Aktion stattfand, handeln die Mitarbeiter bei ihren Kunden automatisch – und das ist – je nach Qualifikation – nicht immer förderlich! So wird zum Beispiel Kleindarsteller Krause gar nicht – oder eben als Informatiker vermittelt. Das gilt es natürlich zu verhindern!

„Wir wollen erreichen, dass Nachwuchskräfte nach dem Spiel motivierter sind, bei der Bundesagentur einzusteigen.“Dirk Mertins, App-Entwickler

Nur zwanzig Sekunden hat der Geschäftsführer Zeit für die richtige Entscheidung. Wenn er richtig handelt, verlässt Herr Krause mit einem Smiley das Büro und es gibt Punkte. Der Etat steigt an, die Arbeitslosenrate sinkt.

Die Agentur floriert – es können zusätzliche Arbeitsvermittler eingestellt werden. Die Räume füllen sich mit Leben. Die neuen Kollegen brauchen aber auch zu unterschiedlichen Zeiten eine Fortbildung, Recherchezeit für Job-Angebote, eine Kaffeepause, um durchzuatmen.

Dabei treffen immer mehr Kunden ein und wollen schnell vermittelt werden. Die Mechatronikerin, der Jäger, die Glas- und Porzellanmalerin – der Bildschirm wird zu einem pulsierenden Wimmelbild.

Unterstützung holt sich der Leiter mit einem Prozess- und einem Personalmanager. Sie sollen ihm dabei helfen, Arbeitsstrukturen herzustellen. Dabei lernt der Gamer, wie wichtig Teamarbeit ist. „Wir wollen erreichen, dass Nachwuchskräfte nach dem Spiel ein höheres Interesse an den täglichen Herausforderungen einer Arbeitsagentur haben“, sagt Dirk Mertins. „Es ging uns darum, Informationen über unsere Tätigkeiten zu vermitteln und erlebbar zu machen.“

Am Ende steht neben einem nicht immer ernst gemeinten Einblick in die Aktivitäten der BA vor allem: Menschen und Arbeit zusammenzubringen erfordert viel Geschick und gelingt nur selten nebenbei.

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Alexander von Tomberg
Titelfoto: © BA

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