Agilität im Maschinenbau

Fak­tor-A-Pod­cast: Spin­ner Au­to­ma­ti­on

Ma­schi­nen­bau in agi­len Teams

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Weil die typische Abteilungsstruktur die Kommunikation erschwerte, führte Dominik Jauch kleine agile Teams ein. Der Geschäftsführer des Maschinenbauers Spinner automation erklärt im Podcast, warum das auch bei einem schwäbischen Mittelständler Sinn macht.

Als Dominik Jauch mit seinem Vater 2002 die Spinner automation GmbH gründet, steckt er noch mitten im Maschinenbaustudium. Das Zwei-Mann-Unternehmen kooperiert mit der Sauerlacher Werkzeugmaschinenfabrik Spinner. Die Aufgabe von Jauch senior und junior: die Standardmaschinen nach den Wünschen der Kunden zu automatisieren.

Schon bald wächst die Firma, verschiedene Abteilungen werden eingeführt, angeleitet von den erfahrensten Fachleuten. Die Kommunikation zwischen den Fachbereichen wird fehleranfällig und schwierig. Auch die daraufhin eingeführten übergeordneten Projektleiter verbessern die Situation nicht. „Letztlich waren diese Strukturen nie das, was wir gebraucht haben.“ Was Spinner automation brauchte, sind kleine, agile, selbst organisierte Teams. Mittlerweile arbeiten 60 Mitarbeiter auf diese Weise.

„Das Miteinander ist in den Fokus gerückt.“Dominik Jauch

Der Effekt: „Unsere Reaktionszeit ist kurz, wir sind schlagkräftig und schnell, weil Fragen dort entstehen, wo sie hingehören.“ Probleme technischer Natur sind durch diese Organisation selten geworden, wenn es irgendwo hakt, dann geht es meist um zwischenmenschliche Fragen. „Das Miteinander ist in den Fokus gerückt“, sagt Jauch.

Kunden würden Jauch oft das Feedback geben, dass es von außen nicht durchsichtig sei, wie der Betrieb organisiert ist, aber man dennoch das Gefühl habe, dass jeder weiß, was er oder sie zu tun hat. Das mag auch am Auftritt nach außen liegen: Anstatt die Betreuung von Auftraggebern einem Vertriebsmitarbeiter zu überlassen, treten mehrere Fachkollegen beim Kunden in Erscheinung, das strahlt Kompetenz aus.

Wenn ein Unternehmen ohne Fachabteilungen und weitestgehend ohne Hierarchieebenen auskommt, wofür braucht es dann noch einen Geschäftsführer? „Um die ganze Mannschaft auf ein gemeinsames Ziel hin auszurichten, Zukunftsvisionen zu beschreiben und die Entwicklung dorthin zu gestalten.“

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Sebastian Keil
Titelfoto: © AvatarKnowmad/iStock